LINAm 12: Beiträge zur Phonetik der Karaja-Sprache (Brasilien)


LINAm 12: Beiträge zur Phonetik der Karaja-Sprache (Brasilien)

Artikel-Nr.: ISBN 9783862901104
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Beiträge zur Phonetik der Karaja-Sprache (Brasilien)

Hugo Kunike

Die in sprachlicher Hinsicht, wie es scheint, isoliert stehende Nation der Karajá in Goyaz (Brasilien) zerfällt in drei größere Unterabteilungen, die Šambioá, die Javahé oder Šavajé und einen südlich wohnenden, einfach mit Karajá bezeichneten Stamm. Wenn man auch mancherlei Anklänge an andere Sprachgruppen Südamerikas, z.B. die sogenannte Gçs-Gruppe, finden mag, ist es doch nicht ausreichend, um die Sprachgruppe des Karajá an eine andere ohne weiteres anzugliedern.

Was die phonetische Seite des Karajá-Idioms angeht, so wird allgemein von Autoren angegeben, dass Karajá im Vergleich zu anderen indianischen Idiomen in seiner geographischen Umgebung sehr speziell funktioniert: Der Tonfall ist etwas singend, die Sprechweise ungleichmäßig, Vokale werden öfter verschluckt. Dazu ergeben sich besondere Schwierigkeiten in der Aufbereitung, welche sich in den Abweichungen nicht nur zwischen verschiedenen Autoren, sondern auch bei ein und demselben Autoren zeigen. Dies liegt an den starken dialektischen Verschiedenheiten in Karajá zwischen Dörfern, Individuen und Geschlechtern (eine eigene Männer- und Frauensprache). (Adaptiert aus der Einleitung)

According to the Ethnologue a Macro-Ge language. A phonetic study on Karaja, whose ca. 3700 speakers today live at the Araguaia river, Bananal Island and Tocatins (Re-edition; originally published 1916 in Leiden; written in German).

ISBN 978 3 86290 110 4. LINCOM Americana 12. 39pp. 2011.

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