LINSla 14: Altslawisch ē und ja.


LINSla 14: Altslawisch ē und ja.

Référence: ISBN 9783862889938
56,80


Altslawisch ē und ja.
Eine sprachgeschichtliche Untersuchung
 
Eduard Sievers
 
Der  Zweck der Erörterungen ist die Frage, ob Altslawisch ē und ja als offen oder geschlossen  zu betrachten sind. Das glagolitische Alphabet, das zeitlich  und  damit  auch im allgemeinen qualitativ  der  ältesten  cyrillischen  voransteht, bringt eine Menge feiner Aussprachsunterschiede graphisch zum Ausdruck. Nun hat dies Alphabet neben den Zeichen für  ę, ǫ, u zwar  besondere Zeichen  für die einsilbigen (diphthongischen) Lautfolgen ję, jǫ, ju und die Schreiber der ältesten Handschriften gebrauchen alle diese Zeichen nach  festen Regeln. Dagegen stehen neben den Zeichen für e, ē, ā keine Parallelzeichen für die entsprechenden Lautfolgen je, jē, jā,  während zweisilbige Folgen wie ĭe, īe, ĭē, īē durchaus geläufig sind.  Daraus sollte man, meine ich wiederum, nur schließen dürfen, dass Erfinder und Verwender in ihrer Sprache eben keine  je, jē, jā besaßen, die sie besonders hätten bezeichnen können (nach der Einleitung). (Originally published 1925 in Leipzig).
 
ISBN 9783862889938. LINCOM Slavica 14. 70 S.  2019.
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