LSSlaL 24: Genus als grammatische und textlinguistische Kategorie


LSSlaL 24: Genus als grammatische und textlinguistische Kategorie

Artikel-Nr.: ISBN 9783895863134
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Genus als grammatische und textlinguistische Kategorie

Eine kognitiv-funktionalistische Untersuchung des Russischen

Ursula Doleschal
Universität Klagenfurt

Die vorliegende Studie behandelt die grammatische Kategorie "Genus" im Russischen aus einer universalistischen Perspektive. Die Hauptziele der Arbeit sind erstens, ein psychologisch reales, einheitliches Modell sowohl von Genuszuweisung als auch Genuskongruenz vorzulegen, und zweitens, eine empirische Untersuchung der textlinguistischen Funktionen von Genus zuerbringen.

Das erste Kapitel umreißt die typologischen Aspekte von Genus und die Stelle von Russisch als Genussprache. Im zweiten und dritten Kapitel werden die morphologischen Aspekte des Genus im Russischen sowie die entsprechenden Kongruenzdomänen anhand authentischer Beispiele beschrieben. Das vierte Kapitel ist der Modellierung der Kategorie "Genus" im Russischen gewidmet. Zunächst werden frühere Darstellungen diskutiert. Darauf aufbauend wird ein neues Modell der Genuszuweisung vorgeschlagen. Die Modellierung basiert auf morphologischen und semantischen Schemata, wie sie in der Kognitiven Linguistik verwendet werden. Auf diese Weise wird Genuszuweisung als komplexe Interaktion von semantischen und morphologischen Eigenschaften von Substantiven analysiert. In der Folge wird dargelegt, daß auch die Genuskongruenz durch Anwendung derselben Schemata auf einer hierarchisch höheren Ebene beschrieben werden kann. Im fünften Kapitel wird schließlich anhand eines Textkorpus der russischen Umgangssprache und russischer Zeitungen die Funktion von Genus im Diskurs untersucht. Es wird gezeigt, daß Genus tatsächlich eine Rolle bei der Referenzherstellung und Referenzverfolgung spielt.

The present study deals with the grammatical category of gender in Russian from a universalist point of view. The main aims are to provide, firstly, a psychologically real, unified model of both gender assignment and agreement and, secondly, an empirical investigation of the textlinguistic functions of gender.

The first chapter shortly outlines the typological aspects of gender and the place of Russian among other gender languages.

The second and third chapters delineate the morphological aspects of gender in Russian and the respective agreement domains, illustrating both with authentic examples.

The fourth chapter is devoted to modelling the category of gender in Russian. In the beginning previous accounts are discussed. Subsequently, a new account of gender assignment is put forward. This analysis is based on morphological and semantic schemata as used in Cognitive linguistics, rendering gender assignment of Russian as a complex interplay of semantic and morphological features of nouns. It is then argued that gender agreement can be described using the same set of schemata at a higher hierarchical level.

In the end, the fifth chapter investigates the function of gender in discourse, drawing on a large corpus of data from both colloquial Russian and Russian newspapers. It is shown that gender does indeed play a role for both establishing reference and reference-tracking.[Written in German].

ISBN 9783895863134. (Hardbound) LINCOM Studies in Slavic Linguistics 24. 257 S. 2004.

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